Kontakt
Norddeutsche Grundvermögen Bau- und Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Rolandsbrücke 4
D-20095 Hamburg
Telefon: +49(0)40/33 30 13-836
Telefax: +49(0)40/33 30 13-873
E-Mail:
ngv@norddeutsche.de
Besucheradresse
Schauenburger Hof 27
D-20095 Hamburg
Große Oper am neuen Boulevard
Hamburg, 9. November 2011
Sie soll die nachgefragteste Straße der Stadt werden: Der neue Opernboulevard bekommt breite Laufwege und ein hochwertiges Angebot.
Statt Dauerbaustelle, grauer, enger Fußwege und Billiganbietern soll die Dammtorstraße im Jahr 2013
die Vorzeigestraße der Hansestadt werden. Mit Luxusgeschäften, exklusiven Restaurants und üppiger
Außengastronomie könnte der Boulevard Edeladressen wie den Neuen Wall oder die Hohen Bleichen in
den Schatten stellen. Das prophezeien Eigentümer, Projektentwickler und Geschäftsleute. "Die Straße
wird komplett ihren Charakter ändern",sagt Christoph Ringleben von der Immobilienfirma Grossmann
und Berger. "Sie wird zum Magneten für Hamburg werden, zur nachgefragtesten Straße der Stadt." Die
Experten erwarten Geschäftsmieten, die bis 100 Euro pro Quadratmeter gehen. Heute sind 30 Euro
üblich.
Über kein Bauprojekt wird so geschwärmt. "Die Innenstadt wird wachgeküsst; der
Opernboulevard wird zum Entree der Stadt: Die Straße wird zur Bühne für Kultur und Geschäfte", sagt
Sebastian Binger, Sprecher des Business Improvement Districts (BID), eines Zusammenschlusses von
Geschäftsleuten, Eigentümern und der Staatsoper. Die Oper ist nicht nur Namensgeber des Boulevards,
sondern steht auf vielfache Weise im Mittelpunkt. Denn gegenüber dem denkmalgeschützten 50-er
Jahre-Bau der Oper (Oberbaudirektor Jörg Walter: "Ein Edelstein") entsteht ein kleiner, zwölf Meter
breiter Platz mit Cafés und einem sonnigen Blick. "Wichtig ist die Nord-Süd-Ausrichtung der
Straße", sagt Jean Jaques de Chapeaurouge vom BID-Vorstand. "Denn nur so hat die Gastronomie auf
der Straße ausreichend Licht und Sonnenschein." Die Staatsoper wird auch strategisch der Dreh- und
Angelpunkt, denn die BID-Macher haben eine Fußgängerampel finanziert, die von den jährlich 400.000
Besuchern der Staatsoper so sehnsüchtig erwartet wird.
Zu den weiteren Aktionen zählt die Kleine Theaterstraße direkt neben der Oper, in der sich
die im BID vertretenen Eigentümern eine kleine Theaterbühne vorstellen können."Diese enge Straße
mit drei Zugängen könnte ein Art Mini-Soho werden", sagt Chapeaurouge. Geplant sind auch Konzerte
der Oper zur Mittagszeit im Metropolishaus. Motor der Operninitiative ist deren geschäftsführender
Direktor, Detlef Meierjohann, der froh ist, dass "das Leiden nach 50 Jahren endlich ein Ende hat".
Der erste Bauabschnitt ist fast beendet. Ende November verschwinden die Bagger vor der alten
Operndirektion. Ende März 2010 starten nach Mitteilung von Sebastian Binger die Arbeiten an zehn
Bauabschnitten, die alle eng miteinander verzahnt sind. Und Ende 2012 soll die erste Straße, die in
Hamburg den Namen Boulevard trägt, dann fertig sein. "Mit dem Namen Opernboulevard verbinden sich
die Funktion und der Ort", sagt Jean Jaques de Chapeaurouge. Das sei ganz wichtig, denn "alle
Weltstädte haben das". Der neue Name wurde mit den Initiatoren, der Kultursenatorin Barbara
Kasseler, Bezirkspolitikern und dem Bezirksamt Mitte abgesprochen. Im Gespräch waren auch
"Dammtor-Boulevard" und "Rolf-Liebermann-Straße".
Markus Schreiber (SPD), Amtschef im Bezirk Mitte, sagt: "Ich halte diese Namen für einen
guten Kompromiss, der die Oper in den Mittelpunkt stellt und an den ursprünglichen Namen erinnert".
Der Name Boulevard sei passend, weil mit den neuen breiten Gehwegen und dem zentralen Platz vor der
Staatsoper tatsächlich eine einmalige Situation geschaffen werde. Schreiber: "Weiterhin werten die
vielen neuen, beziehungsweise renovierten Häuser die westliche Innenstadt deutlich auf."
Einzigartig sei die Straße auch, weil sie von neun- bis zehnstöckigen Stadthäusern gesäumt werde.
"Das gibt es sonst in dieser Dichte nicht in Hamburg", sagt Chapeaurouge. Fünf der Häuser stehen
unter Denkmalschutz. Darunter die von Fritz Schuhmacher stammende alte Schulbehörde links der
Staatsoper. Der Rotklinkerbau wird für Büros umgebaut. Im Erdgeschoss werden die Arkaden wieder
geöffnet. "Dort sollen Einzelhandel und hochwertige Restaurants einziehen", sagt Einar Osterhage,
Hamburger Niederlassungsleiter der Deutsche Immobilien Chancen (DIC), der Eigentümerin des
Gebäudes, der ebenfalls überzeugt ist, dass der "Opernboulevard" zur Vorzeigestraße Hamburgs werden
wird.
Auch die Eigentümer des Neubaus gegenüber der Oper sind voll des Lobes. Hier entsteht das
"OpernPlaza" vom Traditionsunternehmen Aug. Priem. "Vor neun Jahren, als wir die Immobilie kauften,
haben wir von einer solchen Entwicklung nur geträumt", sagt Frank Holst von Aug. Priem.
Für die Immobilienexperten von Grossmann und Berger, die seit langem die Entwicklung des
Quartiers begleiten, ist "der Lauf" wichtig. Damit wird die Bewegung der Fußgängerströme
bezeichnet. "Mit dem Opernboulevard werden wir in der Innenstadt einen neuen Rundlauf erhalten",
sagt Joachim Klassen von Grossmann und Berger. Der Rundlauf wird nach Meinung der
Immobilienexperten über den Jungfernstieg, Gänsemarkt, Opernboulevard, Esplanade und die Colonnaden
führen.
Info: Opernboulevard am Dammtor
Das Bauprojekt "Opernboulevard" hat mehrere Bereiche. Die heruntergekommene Straße wird
komplett neu gestaltet: mit einer Busspur, einer Fahrbahn ohne Schikane und extra Fahrspuren für
Radfahrer. Auch die Oper erhält eine angemessene Vorfahrt für Autos. Zur Straße gehört ein Fußweg,
der bis zu zehn Meter breit ist und mit einem hellen Pflaster zum Flanieren einladen soll.
In den Neu- oder Umbau von 14 Stadthäusern werden Hunderte Millionen Euro investiert. Es
entstehen Büros, Einzelhandel und Restaurants. Den Wert der Gebäude beziffern Experten mit 500
Millionen Euro.
Quelle: Hamburger Abendblatt
